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Meine Highlights in der sächsischen Schweiz

Aussichtspunkt „kleine Gans“

Die wohl bekannteste Ecke im Nationalpark der sächsischen Schweiz ist die Bastei, eine zwischen Felsen gebaute Brücke mit Aussichtsplattform oberhalb der Elbe. Da diese durch ihre Bekanntheit aber zu den meist besuchten Touristenattraktionen gehört ist sie sehr überlaufen und man hat kaum die Möglichkeit sich in Ruhe umzusehen oder Bilder zu machen.

Früh da sein lohnt sich! Wir waren kurz nach Sonnenaufgang auf der Bastei (ca. 5 Uhr) und es waren (neben ein paar nervigen betrunkenen Mädels) schon einige Fotografen da, die aber gerne Rücksicht nehmen. Später gegen 14 Uhr war die Brücke schon viel zu überlaufen.

Einen viel ruhigeren Platz mit einer mindestens genau so schönen Aussicht findest du gegenüber der Bastei in der Nähe der Aussichtsplattform „Panoramablick auf die Bastei“.

Da der Platz außerhalb des Wanderwegs liegt musst du am Wegrand die Augen offen halten, bis du den Pfad „Gansweg“ hinter einer Absperrung findest. Ausgeschildert ist er nicht, es wird am Wegrand lediglich auf einen Klettersteig hingewiesen.

Der unscheinbare Trampelpfad führt ca. 200 Meter durch den Wald und auf schmalen Stufen über Felsen zum Aussichtspunkt. Die Felsformation, die auch von der Bastei aus zu sehen ist, nennt sich „kleine Gans“ und der imposante freistehende Felsen wird als Wehlnadel bezeichnet (auch über Google Maps und iPhone Karten zu finden). Da es kein Wanderweg, sondern nur der Zugang zum Kletterfelsen ist sollte man wirklich trittsicher und ohne Kinder unterwegs sein.

Angekommen auf der „kleinen Gans“ hat man einen tollen Blick ins Tal und über die Wälder der sächsischen Schweiz. Von hier aus kann man in aller Ruhe das Treiben auf der Bastei beobachten, gemütlich Rast und schöne Bilder machen.

Parken kann man auf dem offiziellen Bastei-Parkplatz, von dem aus man sowohl zur Bastei, als auch in die andere Richtung zum Aussichtspunkt ca. 15 Minuten läuft.

Auch der Wanderweg „Schwedenlöcher“ der hier startet und viele Highlights bietet ist sehr zu empfehlen. Tagsüber ist auch dieser sehr überlaufen, aber morgens um 7 Uhr ist uns noch niemand begegnet.

Hier findest du die komplette Tour durch die Schwedenlöcher, vorbei am Amselsee über die Bastei und mit Abstecher zur kleinen Gans zum Nachwander.

Hier noch ein paar Bilder zur Wanderung „Schwedenlöcher“

Aussichtspunkt „kleiner Winterberg“

In der Kernzone der sächsischen Schweiz befindet sich der Gipfel mit dem Namen „kleiner Winterberg“. Ein großer Vorteil an diesem Aussichtspunkt ist, dass man um zu ihm zu gelangen, eine ca. 10 km lange Wanderung einplanen muss. Dadurch ist viel weniger los, als an den von Touristen überlaufenen Hotspots und man hat den wunderschönen Ausblick größtenteils für sich.

kleiner Winterberg

Wir sind am Parkplatz „Lichtenhainer Wasserfall“ (an der Kirnitzschtalstraße nähe Bad Schandau) gestartet. Nach einem steilen Anstieg und vielen Stufen kommt man an eine Gabelung, an der der eigentliche Wanderweg nicht mehr ausgeschildert ist. Hier muss man sich links halten um nach ca. 100 Metern den Platz mit der schönen Aussicht zu erreichen.

Da wir nachmittags da waren war der erste Teil des Malerwegs bis zum „Kuhstall“ gut besucht. In Richtung „kleiner Winterberg“ sind wir nur noch vereinzelt Wanderern begegnet.

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Die unendliche Runde im Harz

Da hatten wir uns ganz schön was vorgenommen. Ein Wochenende in den Harz fahren und so viel sehen wie möglich.

Ausgestattet mit genug Wasser und jeder Menge Süßigkeiten sind wir Samstag-Morgen bei Oderbrück in die unendliche Runde gestartet.

Immer den Bauchlauf entlang und über kleine Holzbrücken ging die Runde auf dem Hexenstieg los.

Anschließend ging es über den Moorstieg. Der schön angelegte Weg kreuzt ein paarmal den angelegten Wassergraben und ist übers Moor auf Holzplanken begehbar. Hier ist alles aufs Wandern und Radfahren ausgelegt. Es gibt Infotafeln, der Weg ist gut beschildert und es gibt viele Bänke auf denen man eine Pause einlegen kann.

Nach 15 km dann das erste „Warnschild“ am Startpunkt des Teufelsstieg, auf dem steht „steiler Anstieg / Dieser Weg ist schwierig zu begehen“. Das heißt 5 km steil bergauf mit der Motivation, dass es oben Currywurst/Pommes gibt. 😀

Der Weg war wunderschön, zwar teilweise schwer begehbar, aber das macht es ja aus.

Auf dem Brockengipfel angekommen war es kalt, windig und diesig aber für den tollen Ausblick nimmt man das gerne in Kauf. Es war nicht so überlaufen wie vermutlich im Sommer, aber Pommes gab es dafür leider auch keine.

Brockengipfel

Auf dem Rückweg ging es an den Schienen entlang und wir konnten mit Glück noch einmal die Harzer Schmalspurbahn sehen. Wären wir noch länger geblieben, hätte sich eine Rundfahrt damit sicher gelohnt.

weitere Highlights

Auch auf den anderen Wanderungen haben wir schöne Ecken entdeckt. Die ganzen Touren findet ihr auf Komoot unter:

Rehberger Graben

Ein Teil des Wanderweges „Hexenstieg“ geht entlang eines künstlich angelegten Wassergrabens. Dieser sog. Rehberger Graben wurde Anfang des 17. Jhdt. für die Energieversorgung im Bergwerk angelegt und gehört zum UNESCO Welterbe.

Auf den zahlreichen Infotafeln kann man die Geschichte und Funktionsweise nachlesen. Hier erfährt man u.a., dass das Wasser von der Oder umgeleitet wurde und nach 7,25 km in den oberen Geseher Wasserlauf mündet.

Der Weg ist gut ausgebaut, auf der einen Seite fließt der Bach und auf der anderen hat man einen schönen Ausblick ins Odertal.

Trudenstein

Die Granitfelsen „Trudenstein“ oberhalb des Hohenkamms sind über Leitern begehbar. Von hier aus hat man einen Blick über die Landschaft Richtung Drei-Annen-Hohe, Wurmberg und Schierke.

Der Name Trude lässt sich von „Drude“ ableiten, eine Bezeichnung, die die Kelten für Frauen mit Naturmächten bzw. Hexen hatten. Auch dieser Aussichtspunkt liegt am Wanderweg „Hexenstieg“ und ist von Schierke in ca. 45 min. zu erreichen.

unsere Unterkunft

Wir hatten ein sehr schönes, geräumiges Zimmer im b&b Werkmeister in St. Andreasberg.

Die Zimmer sind thematisch unterteilt in Waldetage, Gipfelzimmer und Bergwerk. Unser Zimmer war mit Terrasse, von der aus wir einen tollen Blick auf die schöne Landschaft hatten. Wir wurden von der Inhaberin sehr freundlich begrüßt und konnten uns beim Frühstück sogar zwischen einer veganen Variante oder Allergenfreien und regionalen Produkten entscheiden.

Weitere Infos und Bilder zur Unterkunft gibt’s hier: https://harzbnb.de/